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Das Wasser zurückführen – mit diesen Filtern wird’s gemacht!

wasser-zurueckfuehrenViele Besitzer von Teichschlammsaugern verwenden ihre Maschinen, um das Gewässer von Algen und anderem Unrat zu befreien. Nicht immer darf das verunreinigte Nass zurück in die Teichanlage gelangen. Daher wird es in der freien Natur abgelassen, was allerdings Folgen für dort beheimate Pflanzen, Büsche und Bäume hat.

Daher wünschen sich viele Besitzer eines Teichschlammsaugers zusätzliche Hilfsmittel, durch die das Wasser gereinigt wird, bevor es erneut in den Teich gelangen kann. Hier lassen sich unterschiedliche Filter verwenden, die von verschiedenen Herstellern produziert werden.

Aufgrund der Vielzahl an Filtertypen ist es nicht immer leicht, das richtige System zu entdecken, um es mit dem eigenen Teichschlammsauger zu kombinieren. Wir helfen mit diesem Ratgeber, der über die Filterarten und deren Wirkung aufklärt. So erfahren Sie ganz genau, welcher Filter für Ihr Gewässer nutzbar ist. Dabei klären wir auch über den Begriff der Filterschärfe auf, durch den sich die Reinigungssysteme besser einordnen lassen.

Grundsätzlich gilt allerdings, dass derartige Reinigungsmechanismen nicht immer einfach zu realisieren sind. Schließlich erfordert die hohe Durchflussmenge, die durch die Pumpen der Teichschlammsauger erzeugt wird, einen feinen Filter, der sich bei größeren Verunreinigungen schnell verstopfen wird. Mit dem richtigen Filtersystem werden Sie diesem Ungemach aber vorbeugen.

Wichtige Faktoren von Filtern

Die Besitzer von Teichanlagen können unterschiedliche Filtersysteme erwerben, die unter anderem über Onlineshops offeriert werden. Die Leistungsfähigkeit derartiger Produkte wird oftmals durch einen bestimmten Begriff beschrieben, der auch von den Händlern des Internets genutzt wird.

park-teichDiese verwenden den Begriff „Filterschärfe“, der sich mit einem Wert beziffern lässt. Dieser beschreibt die Feinheit des Filtermediums, das sich durch die Größe der Durchlassöffnungen ergibt, die zwischen den Maschen bestehen. Die Filter sind häufig so fein, dass Werte im Mikrometerbereich genutzt werden, um die Reinigungssysteme einzuordnen.

Die Filtersysteme, deren Öffnungen häufig kleiner als ein Tausendstel Millimeter sind, lassen sich mit gängigen Teichschlammsaugern kombinieren. Dabei sollten die Nutzer darauf achten, dass ein Filter erworben wird, der sehr fein ist. Schließlich gilt: Je feiner das Medium des Filters, desto klarerer Filterung des Wasser ist möglich.

Allerdings sollten Sie sich nicht dazu verleiten lassen, den Wert der Filterschärfe zu verabsolutieren. Schließlich handelt es sich nur um einen Faktor, der nicht als absoluter Maßstab verwendet werden sollte, um die Qualität des Systems zur Wasserrückführung zu bemessen.

Es existieren weitere Faktoren, durch den Sie den Wirkungsgrad des jeweiligen Wasserfilters noch genauer bestimmen können. Die Filterschärfe ist lediglich ein Detail, das allerdings berücksichtigt werden sollte. Genauso relevant ist das Material, aus dem der zusätzliche Filter geschaffen wird. Schließlich wirkt Wasser auf die Gewebe, die zur Herstellung verwendet werden. Durch die Flüssigkeit und den darin enthaltenen Unrat kann sich dieses Material dehnen, wodurch sich die Öffnungen vergrößern.

Andere Filter, die zum Beispiel aus Flies geschaffen werden, können organische Stoffe anziehen, die sich an den Fasern ablegen, was zu Verstopfungen führen kann. Derartige Verunreinigungen lassen sich noch nicht einmal durch Ausspülen entfernen. Von daher ist es empfehlenswert, von vornherein einen Filter zu erwerben, der aus einem resistenten Material geschaffen wird, das Partikel weniger stark anzieht.

Tipps zum Anbau von Filtern

filterDer Feinfilter, der in oder an den meisten Teichschlammsaugern verbaut ist, sollte regelmäßig gesäubert werden. Nach einiger Zeit ist ein Austausch zu empfehlen. Bedenken Sie bei einem etwaigen Anbau derartiger Filter, dass die Druckunterschiede an Ein- und Ausgang erheblich differieren. Aufgrund der signifikanten Unterschiede ist es ratsam, den Feinfilter immer am Ausgang der Pumpe zu installieren.

Zwar erscheint es zunächst leichter, den Vorfilter mit einem optionalen Feinfiltereinsatz zu versehen, allerdings wird durch diesen Einbau die Saugleistung reduziert. Daher ist immer eine zweistufige Filtereinheit zu empfehlen. An der Saugseite befindet sich in diesem Fall ein Grobfilter, während ein der Ablassseite ein Feinfilter seine Dienste verrichtet. Dadurch entsteht die Teilung zwischen Flüssigkeit und Partikeln, wodurch eine Rückführung des Wassers möglich wird.

Ein weiteres wichtiges Merkmal, durch den sich die Leistungsfähigkeit eines Filters analysieren lässt, ist die Aufnahmekapazität. Schließlich muss Wasser durch diese Reinigungsvorrichtung geleitet werden. Bei einer geringen Kapazität ist häufiges Reinigen erforderlich. Die Filter, die eine hohe Aufnahmefähigkeit besitzen, müssen seltener gereinigt werden.

Es existieren allerdings unterschiedliche Möglichkeiten, durch die die Aufnahmefähigkeit eines Filters verbessert werden kann. Daher muss es nicht immer das teuerste Modell sein. Eine Bauweise, die selten gereinigt werden muss, sind die Kartuschenfilter, die nur wenig Raum benötigen, obwohl sie eine Filterfläche von über 20 Quadratmetern besitzen.

Hinweise zur Reinigung von Filtersystemen

lamellenfilterDie hohe Aufnahmefähigkeit bestimmter Filter ist aber nicht immer von Vorteil. Schließlich lassen sich nicht alle System sinnvoll reinigen. Ein Kartuschenfilter lässt sich etwa 10 bis 20 Minuten gebrauchen, bevor eine Reinigung erforderlich ist. Das Demontieren des Systems und die anschließende Spülung der Lamellen dauert mit fünf bis zehn Minuten Arbeitszeit relativ lange.

Andere Systeme benötigen weniger Reinigungszeit. So lassen sich die Filtersäcke wesentlich schneller reinigen. Derartige Filter sind bereits nach ein bis zwei Minuten entleert und zur erneuten Nutzung bereit. Allerdings lassen sie sich nicht so lange wie die Kartuschensysteme verwenden.

Verunreinigte Filter können Sie häufig durch eine gezielte Spülung der Düsen von Verstopfungen befreien. Grundsätzlich ist eine geschickte Materialwahl zu empfehlen. Der Stoff des Filters sollte so beschaffen sein, dass schmutzige Partikel nicht am Gewebe haften. In diesem Fall sind keine zusätzlichen Spülungen des Filters erforderlich, weil der normale Wasserstrom des Teiches ausreicht, um das Material zu spülen. Dabei kommt es aber nicht nur auf das Material, sondern auch auf die Bauart an. Schließlich existieren unterschiedliche Filtertechniken, die nicht immer sinnvoll zu verwenden sind.

Filtertechniken im Kurzüberblick

Die Hersteller, die sich auf die Produktion von Pool- und Teichtechnik spezialisiert haben, bieten unterschiedliche Filtersysteme verschiedener Bauart an, die sich deutlich unterscheiden. Daher bieten wir Ihnen an dieser Stelle eine ausführliche Übersicht, die sich mit allen gängigen Filtern befasst. Nicht alle Modelle sind tatsächlich zur Rückführung von Wasser geeignet. Daher haben wir renommierte Experten befragt, um eine Beurteilung einzuholen, ob die Filter tatsächlich die Flüssigkeit so verarbeiten, damit Reinheit entsteht.

Viele Besitzer von Teichen verwenden einen Schwammfilter, der die schmutzigen Partikel in Schwämmen sammelt, die in Reihen angeordnet sind. Durch die gewaltigen Poren der Schwämme werden nicht alle Partikel des Unrats gesammelt. Gerade nach längerer Förderdauer wird die Barriere aus Schwämmen durch den Dreck überwunden, der nun erneut in den Teich gespült wird. Daher lassen sich diese Filter nur bei kurzen Einsätzen verwenden. Danach steht eine vergleichsweise aufwendige Reinigung an. Viele Nutzer beklagen zudem, dass diese Filter aufgrund ihrer Bauweise nicht gut zu handhaben sind.

sandfilterHöhere Filterschärfe wird durch einen Sandfilter erreicht, der mit Quarz gefüllt ist. Daher nutzen viele Teichbesitzer derartige Filter, um eine Wasserrückführung zu realisieren. Allerdings fängt dieses Reinigungssystem nicht alle Partikel auf, die stattdessen erneut ins Gewässer gelangen. Vor allem die schlammigen, organischen Teile von Fadenalgen bleiben nicht im Filter, sondern bilden eine Schicht auf dem Bett des Filtersystems. Dadurch steigt der Betriebsdruck deutlich, was sogar zur Deaktivierung des Teichsaugers führen kann.

Viele Besitzer von Teichen nutzen ihre separate Klärzone, die als Schlammfilter gebraucht wird. Während des Absaugvorgangs erscheint diese Methode tatsächlich zu funktionieren. Schließlich kann ohne Flüssigkeitsverlust gesaugt werden, während im Klärareal eine geringe Eintrübung zu sehen ist. Einige Tage später folgt allerdings eine böse Überraschung. Im Schlammwasser, das in der Klärzone abgelassen wurde, erstickten die Mikroorganismen, sodass die Filterfunktion in dem empfindlichen Ökosystem der Teichanlage zusammenbricht. Es können Wochen oder sogar Monate vergehen, bis der Ursprungszustand erreicht wird. Daher raten Experten dringend davon ab, den Klärbereich als Filter zu gebrauchen.

Eine tatsächliche Alternative sind Bogensiebfilter, die das schmutzige Wasser über ein gebogenes Spaltsieb leiten. Manchmal wird auch ein Gittergewebe eingesetzt, durch das die Flüssigkeit geführt wird. Experten empfehlen diesen Filtertyp vor allem zum Absaugen von Fadenalgen, die sich sicher entfernen lassen. Aufgrund seiner geringen Filterschärfe ist der Bogensiebfilter allerdings nicht für feinste Partikel zu gebrauchen. Daher weist das zurückgeführte Wasser eine gewisse Eintrübung auf, wenn es erneut in den Teich gelangt.

Hochwertige Filter in der Übersicht

Aufgrund ihrer hohen Trennschärfe und der gewaltigen Filtergröße sind die Kartuschensysteme für die Teichreinigung zu gebrauchen. Leider ist der Wartungsaufwand relativ hoch. Schließlich vergehen zwischen fünf und zehn Minuten, bevor der Filter erneut zum Teichsaugen verwendbar ist. Diese langen Unterbrechungen machen es schwierig, schnell zu arbeiten. Im Zusammenspiel mit einem Teichroboter, der über einen entsprechenden Anschluss verfügt, lässt sich ein Kartuschenfilter noch besser verwenden, weil der Bodenmulm hervorragend separiert wird. Allerdings ist dieser Filter auch mit einem Teichsauger zu gebrauchen, wenn die lange Reinigungszeit in Kauf genommen wird.

trommelfilteranlageDurch seine einzigartige Bauweise sticht der Trommelfilter aus der Masse der Reinigungssysteme hervor. Dabei wird die aufwendigste Technik verarbeitet, die zurzeit in Filtersystemen eingesetzt wird. Der Filter besteht aus einer sich drehenden Trommel, die mit feinem Gewebe überzogen ist.

Die Trommel wird dauerhaft über eine Sprühdose gereinigt, damit sich keine Partikel sammeln können. Das Prinzip erinnert an die Arbeit einer Waschmaschine. Allerdings sind die Trommelsysteme wesentlich teurer als derartige Reinigungsgeräte. Dafür sind diese Filter ein hervorragendes Beispiel für die Tatsache, dass viel Geld investiert werden kann, um ausgezeichnete Reinigungsergebnisse zu erzielen.

Bevor der Trommelfilter den Markt eroberte, galten Vliessysteme als beste Möglichkeit, um eine Wasserrückführung zu realisieren. Allerdings hat auch diese Technik ihren Preis. Die angebotenen Vliesfilter unterscheiden sich deutlich. Das Fördertempo hängt stark vom Verschmutzungsgrad des Wassers ab. Daher muss die Geschwindigkeit angepasst werden, wenn sich der Grad der Verunreinigung ändert. Weil sich der Zustand der angesaugten Teichflüssigkeit permanenten Veränderungen unterworfen, ist ein Vliessystem zu empfehlen, dass mit einer elektronischen oder zumindest mit einer mechanischen Steuerung ausgestattet ist.

Der Feinfiltersack eignet sich – aufgrund seiner besonderen Stärken in Sachen Fassungsvermögen, Materialeigenschaften und Filterschärfe – ganz besonders gut, wenn das Wasser des Teiches zurückgeführt werden soll. Dabei punktet dieses Filtersystem durch hervorragende Reinigungsergebnisse, obwohl die Anschaffungskosten vergleichsweise moderat ausfallen.

Während der Nutzung des Teichsaugers wird der Sack mit dem Gerät kombiniert. Dann wird die Konstruktion im Bereich der Dichtfläche des Gewässers platziert. In Kombination mit einem druckstarken Teichsauger kann das Wasser schnell in den Teich gelangen, nachdem es das Filtersystem durchlaufen hat. Dabei können Nutzer sogar mehrere Feinfiltersäcke mit einem Regelventil kombinieren, wodurch sich das Reinigungsergebnis verbessert.

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