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Erklärungen zur biologischen Filterzonen: Das Biosystem Teich im Überblick

Erklärungen zur biologischen Filterzonen: Das Biosystem Teich im Überblick

unter-wasser-teichWasserflächen sind nicht nur wertvolle Lebensräume, sondern haben auch einen optischen Wert, der sich deutlich auf den Garten auswirkt. Winzige Minibiotope, größere Teiche oder sogar große Schwimmgewässer bieten einen hohen Erholungswert. Durch die naturnahe Gestaltung des Areals kann eine erstaunliche Tier- und Pflanzenwelt entstehen. Die Artenvielfalt ist einer der Vorzüge, die an unterschiedlichen Gewässern erlebt werden kann. Selbst Schwimmteiche lassen sich so anlegen, dass ein Lebensraum entsteht. Schließlich besitzen derartige Anlagen oftmals eine biologische Filterzone, die viele Vorteile bietet.

Wenn nur wenige Grundsätze beachtet werden, lässt sich der Teich zu einem Lebensraum entwickeln, der Tieren und Pflanzen eine Heimat bietet. Dabei sollten Sie unbedingt die Grundsätze zur Gestaltung von Gartenteichen und anderen Wasserarealen beachten, sodass ein ökologischer Ort entsteht, der sich durch Vielfalt auszeichnet. Durch die Wahl des Ortes, der Wassertiefe und der Bepflanzung lässt sich ein natürlicher Lebensraum realisieren, der der Entspannung dient. Bedenken Sie auch die biologischen Filtermaterialien, die unbedingt im neuen Teich genutzt werden sollten. Hier bietet sich Kies zur Nutzung an.

Grundsätze zur biologischen Gestaltung von Teichen

Im idealen Fall wird der Teich an einem Ort angelegt, an dem sich zwar Schatten befindet, der aber nicht direkt unter einem Baum liegt. Durch die zeitweilige Beschattung wird den heißen Temperaturen entgegengewirkt, die sich im Sommer entwickeln. Trotzdem sollten die Strahlen der Sonne den Teich auch im Sommer einige Stunden erreichen. Als Faustregel gilt weiterhin, dass kleinere Bäume und Sträucher mit einem Mindestabstand von drei Metern zum Teich gepflanzt werden. Durch diesen Abstand wird Falllaub reduziert, das ansonsten in das Gewässer gelangen könnte. Zudem können die Wurzeln keine Planen durchbrechen, die sich häufig am Grund der Anlage befinden.

froschDie Form und das Ausmaß des zukünftigen Traumteiches hängen stark mit der Größe des Gartens zusammen. Schließlich sollten die Proportionen des Gewässers mit der restlichen Gartenfläche harmonieren. Prinzipiell gilt allerdings, dass sich Größe lohnen kann, weil weniger Reinigungsarbeiten durchgeführt werden müssen. Schließlich besitzen größere Teichanlagen eine höhere Selbstreinigungsfähigkeit. Auf diese Weise werden die Gewässer zu reinigenden Ökosystemen, die nur selten mit zusätzlichem Gerät wie einem Teichschlammsauger bearbeitet werden müssen. Damit ein naturnahes Ökosystem geschaffen werden kann, ist die Mindestgröße von acht bis zehn Quadratmetern eine Vorrausetzung.

Ein klassischer Gartenteich zeichnet sich durch unterschiedliche Tiefenzonen und eine ausgeprägte Uferanlage aus, die Pflanzen Lebensraum bietet. Teiche bestehen häufig aus einer Sumpfzone, die zwischen 0 und 30 Zentimeter tief ist. Sie besitzen zudem eine Flachwasserzone, die häufig über eine Tiefe von 30 bis 50 Zentimetern verfügt. Durch lange und vielseitige Uferlinien kann die Kontaktzone zwischen Land und Wasser deutlich erweitert werden. Dabei sollten Sie allerdings daran denken, dass die Böschung des Gewässers nicht steiler als 30 Grad sein darf, damit Substrat nicht ins Rutschen gerät.

Als eigenständiger Baumeister können Sie eigene Formen finden, durch die ein individuelles Gewässer entsteht. Das ist mit Fertigteichen aus Kunststoff nicht möglich, die oftmals eine steile Böschung besitzen, sodass Tiere wie Igel gefährdet sind, die das Wasser nicht mehr verlassen können. Auf dem Kunststoff können kaum Strukturen geschaffen werden, die Tiere lieben. Dafür können Sie Baumstümpfe und Steine nutzen, wenn Sie Ihren eigenen Teich erschaffen.

Falls Sie Fischen einen sicheren Lebensraum bieten wollen, sollte der Teich tiefer als einen Meter sein. Dann besteht keine Gefahr, dass das Gewässer im Winter vollkommen gefriert. So bieten Sie auch anderen Lebewesen eine Heimat, das im Wasser überwintern. In derartigen Gewässern leben zum Beispiel auch im Winter Wasserfrösche, die im Gartenteich eine neue Heimat finden. Achten Sie darauf, eine Zone anzulegen, die aus seichtem Gewässer besteht. Es handelt sich nicht nur um den idealen Lebensraum für kleinere Tiere wie Unken oder Laubfrösche, sondern um einen Bereich, der der Filterung des Wassers dient. Dort können Sie durch die Anpflanzung von Sumpfgewächsen zum Beispiel für gute Bedingungen sorgen, durch die das Wasser permanent von Giftstoffen gereinigt wird.

Als Bodensubstrat für den Teich sind unterschiedliche Stoffe geeignet. Sie können zum Beispiel mit Kies, Sand oder Steinen arbeiten. Durch die Wahl eines nährstoffarmen Materials sorgen Sie dafür, dass weniger Algen entstehen. Die Wasserpflanzen benötigen einen weiteren Untergrund. Sie können etwa Lehm und Sand im Verhältnis von eins zu drei mischen, bevor Sie es auf den Kies oder die Steine auftragen – und die grünen Teichbewohner anpflanzen.

Oftmals kommen die Wasserpflanzen von selber. So gehören zum Beispiel Rohrkolben, die über den Pollenflug zum Gewässer gelangen, zu Pflanzen, die sich selbstständig ansiedeln. Meistens wird das neue Gewässer allerdings einmal bepflanzt. Dabei sollten vor allem heimische Arten verwendet werden.

Doch es ist Vorsicht geboten. Schließlich überwuchern bestimmte Pflanzen wie Schilf den Teich innerhalb kurzer Zeit. Als Faustregel gilt, dass mindestens 40 Prozent der Wasserfläche frei vom Bewuchs durch Pflanzen bleiben sollte.

Wenn Sie den Teich von vornherein in zwei Areale separieren, indem Sie einen Pflanzen- und ein Schwimmbereich schaffen, lässt sich die Anzahl der grünen Lebewesen selbstverständlich deutlich erhöhen.

Einrichtung von Filterzonen: Durch separate Areale zu klarem Wasser

gartenteichBei der Errichtung des Gewässers sollten unbedingt Filterareale eingeplant werden, durch die das Wasser gereinigt wird. In diesen Bereichen finden sich nicht nur Pumpen, die für eine Vorreinigung der Flüssigkeit genutzt werden, sondern auch reichlich Kies und andere natürliche Materialien, die als biologischer Filter dienen. Auf dem Kies entsteht eine schleimige Schicht, die als Biofilm bezeichnet wird. Dort setzen sich Mikroorganismen wie Pilze ab, die sich durch Nährstoffe des Wassers ernähren, wodurch die Flüssigkeit gereinigt wird. Je größer die Fläche des Biofilms, desto besser erfolgt die Aufnahme von Partikeln, an denen sich Nährstoffe befinden.

In jedem Schwimmteich ist der Kiesfilter der Bereich, durch den das Wasser aufbereitet wird. Dies geschieht durch den Biofilm, der auf den Steinen entsteht. Das Areal besteht zudem aus einer Regenerationszone, die aber nicht aktiv durch das Wasser durchströmt wird. Schließlich werden nur die obersten fünf Zentimeter der Kiesel vom schmierigen Film umgeben, sodass nur dieser Teil der Steine tatsächlich für Sauberkeit sorgt. Wenn dieser Bereich des Teiches sehr klein ausfällt, sind in jedem Fall zusätzliche Pumpen erforderlich, damit aus dem Traumgewässer kein Tümpel wird. Hier kann zudem ein Teichschlammsauger hilfreich sein, durch den das Wasser gesäubert werden kann.

Wenn in den Teich eine Pumpe integriert wird, befindet sich diese ebenfalls im Areal der Kiesfilterzone. Die Maschine sorgt dafür, dass das vorgereinigte Wasser gleichmäßig verteilt wird. Dabei gelangen Nährstoffe und Sauerstoff an die Schicht aus Kies, sodass eine umfassende Reinigung des Gewässers erfolgen kann. Die Pumpe wird oftmals mit einem Biofilter kombiniert, der ebenfalls der Reinheit dient.

Das Substrat des Filtersystems sollte nicht zu fein sein, da es sich sonst zusetzt. Aus diesem Grund sollten Sie auch darauf achten, dass das Substrat nicht zu viel Lehm besitzt.

Durch eine Bepflanzung des Areals kann das Wasser noch stärker gereinigt werden. Diese Lebewesen tragen aber nur einen kleinen Teil dazu bei, dass die Flüssigkeit gereinigt wird. Ihr Anteil an der Reinigung liegt zwischen fünf und zehn Prozent. Die grünen Lebewesen unterstützen die Reinheit des Wassers. Allerdings haben die Pflanzen andere Vorteile: Sie entziehen dem Wasser Phosphat, das nicht durch den Biofilm verarbeitet wird. Ihre Wurzeln durchziehen zudem das Substrat, wodurch die Schicht aus Kies durchlässig bleibt. Vor allem sind die Pflanzen aber eine optische Bereicherung, durch die der Teich aufgewertet wird.

Tipps zur regelmäßigen Pflege des Gartenteichs

rohrkolbenWenn Sie ein natürliches Areal erbauen, das unter anderem aus Kiessubstrat, einer natürlichen Bepflanzung und einer optionalen Pumpe besteht, schaffen Sie die idealen Vorrausetzungen, damit das Gewässer nur wenig Pflege benötigt. Grundsätzlich sollten Sie dann auf den Einsatz von Chemikalien verzichten. Schließlich ist der Teich sehr pflegeleicht, wenn er einem naturnahen Gewässer entspricht. Stattdessen können Sie etwaige Verunreinigungen ganz einfach beseitigen, wenn Sie einen Kescher zur Hand nehmen. Schlamm und andere Verunreinigungen lassen sich mit weiteren Hilfsmitteln bekämpfen, die jeder Teichbesitzer nutzen sollte.

Wenn ein hohes Nährstoffangebot und starke Sonnenstrahlen zusammenkommen, entwickeln sich in Gewässern oftmals Algen, die Sie auf jeden Fall entfernen sollten. Gerade bei neuen Teichen entwickeln sich viele Algen, weil sich das Ökosystem des Gewässers noch nicht eingespielt hat. Dieser Entwicklung kann durch eine vielfältige Bepflanzung entgegengewirkt werden. Verwenden Sie daher Wasser-, Schwimm- und Sumpflanzen, durch die das Wachstum der Algen gebremst wird. Fischen Sie zudem die Algen ab, die an der Oberfläche schwimmen. Andere Algen lassen sich gut mit einem Teichsauger beseitigen, der auch für andere Zwecke genutzt werden kann.

Ein weiteres Ärgernis, das viele Teichbesitzer kennen, entsteht im Herbst. Wenn das Laub von Bäumen und Büschen fällt, gelangen diese häufig auch in das Gewässer. Diese verrottenden Materialien sollten in jedem Fall entfernt werden. Hier ist ein Kescher hilfreich, durch den sich Blätter einsammeln lassen. Entfernen Sie dabei auch Wasserpflanzen, die abgestorben sind.

Achten Sie bei den Röhrichtgewächsen aber darauf, dass die hohlen Stängel erhalten bleiben. Schließlich wird durch die Pflanzen Gas ausgetauscht, selbst wenn im Winter das Gewässer gefriert. Aus diesem Grund sollten die Pflanzen mindestens zehn Zentimeter höher als die Oberfläche des Gewässers geschnitten werden.

Mindestens einmal pro Jahr sollten Teiche vom Schlamm befreit werden. Dieser Unrat setzt sich am Grund des Gewässers ab, sodass das Ökosystem dauerhaft gestört wird, was zum Tod von tierischen und pflanzlichen Teichbewohnern führen kann. Eine effektive Beseitigung des Schlammes ist mit einem Gerät möglich, das unterschiedlichen Hersteller produzieren. Sie schaffen ihre Versionen des Teichschlammsaugers, der bereits erwähnt wurde. Mit diesen Maschinen lässt sich auch der schlimmste Schlamm beseitigen. Auf dieser Internetseite finden Sie nicht nur Produktberichte und Rezensionen zu diesen Konstruktionen, sondern auch weitere Tipps und Ratschläge für Besitzer von Teichen.

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