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Teich anlegen – darauf müssen Sie achten

Teich anlegen – darauf müssen Sie achten

Wer einen Gartenteich anlegen möchte, der wird erstaunt sein, dass es sich bei diesem Vorgang nicht um Hexerei handelt, sondern dass nur wenige Dinge beachtet werden müssen. Damit aufwendige Nacharbeiten aber weitgehend aus dem Weg geräumt werden können, bedarf es vor dem Anlegen des Teiches einer guten Planung.

Den richtigen Standort wählen

Der Gartenteich sollte durchaus an einer Stelle gewählt werden, bei der er leicht zu sehen ist. So kann die Wasserqualität stets im Blick behalten werden. Wenn es sich allerdings um einen naturnahen Teich handelt, der auch Fröschen eine Heimat bieten soll, dann ist es ratsam, dass der Teich nicht in unmittelbarer Nähe des Hauses angelegt wird.

Vor allem in der Paarungszeit kann es bei einem Froschteich schon mal richtig laut werden. Ist der Garten nicht eben sondern ein wenig abschüssig, so sollte der Teich stets an die tiefste Stelle gesetzt werden.

Bei einem Teich stellt das ausgewogene Verhältnis von Schatten und Sonne einen wichtigen Aspekt dar.
Sonnenlicht wird benötigt, damit die Photosynthese erfolgen kann, welche das natürliche Gleichgewicht im Teich im Lot hält. Gartenteich mit WasserpflanzenDeswegen darf der Teich nicht nur an schattigen Plätzen gewählt werden. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass der Teich keiner ständigen Sonnenbestrahlung ausgesetzt wird, da damit das Algenwachstum maßgeblich gefördert werden kann.

Der Platz des Teiches sollte demnach so gewählt werden, dass genügend Sonnenlicht gegeben ist, damit die Pflanzen wachsen und gedeihen können, sich das Wasser aber nicht zu stark erwärmt, so dass sich Algen großflächig ausbreiten können.

Hierbei gibt es die Faustregel, dass etwa 5 Stunden Sonnenlicht am Tag vollkommen ausreichend sind.

Während der Mittagszeit sollte der Teich keiner Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein, sondern möglichst von Geäst und Bäumen geschützt werden. Zudem sollten die Leitungen im Garten unter die Lupe genommen werden. Der Teich sollte möglichst nicht über bestehende Wasser- oder Stromleitungen führen, denn sollte es zu einem Gebrechen und infolge dessen zu Wartungsarbeiten kommen, könnte der Teich als störende Quelle fungieren. Bäume mit flachen Wurzeln sollten sich ebenfalls nicht in der Nähe des Teiches befinden, da das Wurzelwerk sich relativ einfach durch die Teichfolie bohren kann.

Größe und Form

Der Teich sollte stets zur restlichen Gestaltung des Gartens passen. Bestehen natürliche und geschwungene Linien im Garten, sollten sich diese bei der Teichform weiter fortsetzen. Ist der Garten hingegen architektonisch mit eckigen Formen versehen, so sollte auch der Teich in eckiger Variante gewählt werden. Ansonsten kann die Faustregel beachtet werden – je größer der Teich, desto besser ist er.

Erstens wirken größere Teiche natürlicher und zweitens kann sich rascher ein biologisches Gleichgewicht bilden, wodurch auch der Pflegeaufwand ein wenig in Grenzen gehalten werden kann.

Hierbei sollte beachtet werden, dass es durchaus notwendig ist, ab einer gewissen Größe des Teiches eine Genehmigung einzuholen.
Diesbezüglich sollte sich bereits vor der Anlage des Teiches gekümmert werden. Generell kann davon ausgegangen werden, dass Genehmigungen erst bei Teichen ab einer Größe von 100 Kubikmetern und einer Wassertiefe von 1,5 Metern eingeholt werden müssen.

Kunststoffbecken für GartenteichDas richtige Baumaterial

Die schnellste und einfachste Art und Weise einen Gartenteich anzulegen, stellen fertige Kunststoffbecken dar. Diese lassen sich nicht nur einfach einbauen, sondern sind zudem auch sehr robust. Allerdings weisen diese Kunststoffbecken eine sehr geringe Größe auf, welche im Laufe der Zeit zu einem Problem bei der Wasserqualität werden kann.

In der Regel ist es so, dass diese Teiche alle 5 Jahre eine Generalüberholung erfahren müssen. Bei der Teichfolie sind nicht nur größere Teiche möglich, sondern auch die Form kann flexibler gewählt werden. Teichfolien gibt es entweder in PVC oder in EPDM, wobei letztere in den letzten Jahren eine immer größere Bedeutung erlangt.Teichfolie ausgerollt

EPDM ist ein besonders flexibler und robuster Kautschuk, der wesentlich langsamer altert als PVC, allerdings um einiges teurer in der Anschaffung ist. Zudem lassen sich diese EPDM Folien nicht so einfach verschweißen wie PVC Folien.

Die Technik

Wird ein Gartenteich angelegt, stellt sich vorab die Frage, ob ein Wasserfilter benötigt wird, oder nicht. Sollte der Gartenteich nicht zu klein angelegt sein, lässt sich der Wasserfilter in den meisten Fällen vermeiden, da das natürliche Gleichgewicht gut gehalten wird. Allerdings muss hier im Vorfeld der richtige Standort gewählt und auf nicht zu übermäßigen Nährstoffertrag geachtet werden.

Werden allerdings Fische und andere Lebewesen im Teich beheimatet, beginnen die Probleme aufgrund der ausgeschiedenen Exkremente und der Futterreste.
Aufgrund dieser beiden Komponenten steigen die Stickstoff- und Phosphatwerte im Teich unweigerlich an und können bei Koi im Gartenteichentsprechender Temperatur rasch zu einem unerwünschten Algenproblem werden.

Im Zweifelsfall ist es ratsam gleich beim Anlegen des Teiches an den Einbau eines Wasserfilters zu denken, denn das Nachrüsten gestaltet sich enorm aufwendig. Sollte sich zeigen, dass das biologische Gleichgewicht auch ohne Wasserfilter gut über die Runden kommt, so kann das Filtersystem ohne Probleme so programmiert werden, dass es nur wenige Stunden am Tag zum Einsatz kommt.

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