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7 Tipps für die wirksame Teichreinigung

Teichsauger bei der ArbeitEin Gartenteich kann für einen optischen Blickfang aber auch für Entspannung sorgen. Damit der Teich auch über Jahre hinweg schön anzusehen ist, ist die regelmäßige Reinigung unumgänglich. Vor allem nach den harten Wintermonaten und nach dem Sommer sollte auf jeden Fall eine gründliche Reinigung erfolgen.

Die Inspektion

Nach den harten Wintermonaten können sich einige Schäden im Teich zeigen. Bevor mit einer gründlichen Reinigung begonnen wird, sollte zunächst einmal eine Bestandsaufnahme gemacht werden. Vor allem am Rande des Teiches können sich aufgrund von Frost und Eis kleine Schäden zeigen. Aber auch die Teichfolie sollte bei dieser Kontrolle nicht außer Acht gelassen werden.

Die Inspektion ist insofern wichtig, da die Schäden im Zuge der Reinigung gleich behoben werden können.

Beim Reinigen wird in den meisten Fällen ein Großteil des Wassers abgepumpt, weswegen sonst unzugängliche Stellen kontrolliert werden können.
Zusätzlich kann gleich inspiziert werden, ob eventuell auch Wasserpflanzen getauscht oder neu gesetzt werden müssen. Ebenfalls sollte der Fischbestand vor der Reinigung unter die Lupe genommen werden.

Mechanische Reinigung

Kescher zur Teichreinigung
Bevor der Teich gereinigt wird, sollte darauf geachtet werden, dass die Wassertemperatur nicht unter 12 Grad liegen. Dies
ist vor allem nach und vor dem Winter wichtig. Hierfür sollte einfach ein Thermometer ins Wasser gehalten werden. Sind die
12 Grad noch nicht erreicht, muss mit der Reinigung noch ein wenig zugewartet werden.
Die mechanische Reinigung erfolgt ziemlich schlicht. Hierfür müssen noch keine elektrischen Geräte in Betrieb genommen werden.

Zuerst sollten mit einem Kerscher grobe Verunreinigungen aus dem Wasser entfernt werden.
Vor allem abgestorbene Pflanzenteile, Blüten und Blätter können auf diese Art und Weise relativ einfach und effizient entfernt werden.

Das Teichwasser austauschen

Damit der Teich effizient gereinigt werden kann, bleibt ein Wassertausch nicht aus. Hierfür sollte aber nicht das gesamte Wasser auf einmal abgepumpt werden. Damit das Gleichgewicht des Teiches nicht vollständig zerstört wird, sollte stets ein Teil des alten Wassers belassen werden. In der Regel wird davon ausgegangen, dass etwa ein Drittel des alten Teichwassers vollständig ausreichen sollte.

Die komplette Reinigung

Vor allem nach den langen Wintermonaten oder wenn der Teich bereits gekippt ist, lässt sich eine komplette Reinigung meist nicht mehr vermeiden. Hierfür gilt es aber einiges zu beachten.

Ein Teil des alten Teichwassers sollte mit Hilfe einer Pumpe in einem Auffangbehälter gesammelt werden. So kann dieses nach der kompletten Reinigung wieder dem Teich zugeführt werden.
Vor der kompletten Reinigung gilt es zudem, dass alle Fische aus Regenbogenforellen im Teichdem Teich gefischt werden. Hierfür kann ein Kerscher zur Hilfe genommen werden. Mit dem Kerscher lassen sich die Fische nicht nur relativ leicht einfangen, sondern werden zudem aufgrund der Netzbeschaffenheit nicht verletzt.

Die Fische werden für die Zeit der Teichreinigung in ein eigenes Behältnis gegeben. Hierbei gilt es zu beachten, dass der Container nicht in der direkten Sonne steht. Zudem sollte der Behälter mit einer Auflage oder einem Netz bedeckt sein, damit die Fische nicht aus dem Behältnis springen können.

Auf die Teichfolie achten

Die Teichfolie ist beim Gartenteich stets mit Vorsicht zu behandeln. Wenn diese reißt, muss das Loch möglichst effizient wieder geschlossen werden, damit Schmutz aus der umliegenden Erde nicht eindringen und Wasser aus dem Teich nicht versickern kann. Mitunter kann das bedeuten, dass die komplette Teichfolie getauscht werden müsste.

Deswegen muss beim Reinigen stets darauf geachtet werden, dass keine Mikrorisse entstehen, denn diese können aufgrund des Wasserdruckes größer werden.
Ob bei manueller Reinigung oder mit dem Teichsauger – lieber ein wenig langsamer über die Teichfolie gleiten, als später einen enormen zusätzlichen Arbeitsaufwand aufgrund des Folientausches zu riskieren.

Einsatz des Teichsaugers

Sludge Terminator ÜbersichtDie effektivste Form der Teichreinigung stellt der Teichsauger dar. Dieser kann im Fachhandel und im Internet gekauft werden. Regelmäßig sollte der Teich mit diesem Teichsauger gereinigt werden, um Schlamm und Verschmutzungen zu entfernen, damit das natürliche Gleichgewicht beibehalten werden kann.

Der Teichsauger sollte vor allem bei der Folie und bei den Pflanzen schonend eingesetzt werden. Zudem ist darauf zu achten, dass die Fische nicht verletzt werden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der sollte die Fische vor der Teichreinigung mit dem Teichsauger mit Hilfe eines Kerschers entfernen und in ein dafür vorgesehenes Behältnis geben.

Beim Teichsauger gibt es unterschiedliche Modelle. Erstens kann der Teichsauger mit einem Auffangbehälter gewählt werden. Bei diesen Geräten werden Schlamm und Steine in einem Auffangbehältnis gesammelt, welcher immer wieder entleert werden muss. Geeignet sind diese Teichsauger vor allem für kleine Teiche. Zweitens gibt es auch den Teichsauger mit einer Ablauffunktion. Hierbei wird der aufgenommene Schlamm mittels Schlauch nach außen abgeleitet.

Der große Vorteil besteht hierin, dass der mit Nährstoffen angereicherte Schlamm direkt in ein Gartenbeet abgeleitet werden kann.

Auf chemische Mittel nur notfalls zurückgreifen

Damit das natürliche Gleichgewicht des Teiches nicht aus dem Lot gebracht wird, sollte möglichst auf chemische Reinigungsmittel verzichtet werden. Gartenteichreinigung ohne ChemieSind die Verschmutzungen allerdings so festgelagert, dass ein Einsatz von chemischen Mitteln unumgänglich ist, dann sollten auf keinen Fall Reste zurückbleiben.

Bevor das Wasser wieder eingefüllt wird, sollte auf Nummer sicher gegangen werden, dass wirklich jeglicher Rest des chemischen Putzmittels gründlich entfernt wurde, damit das biologische Gleichgewicht der Teichanlage auf keinen Fall in Mitleidenschaft gezogen wird.

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